Arbeitsgemeinschaft für Bildung (AfB) Thüringen

Imagekampagne für Regelschulen ist der falsche Weg

Allgemein

Die Arbeitsgemeinschaft für Bildung der SPD Thüringen sieht die von Christian Tischner vorgeschlagene Imagekampagne für Regelschulen skeptisch. „Die individuelle Förderung von Kindern steht heute mehr denn je im Mittelpunkt von Schule. Sich bei der Schulentwicklung nur eine Schulart herauszugreifen, ist aus unserer Sicht der falsche Weg und geht an den Erfordernissen der heutigen Zeit vorbei“, so Claudia Zanker, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft.

 

Es ist am Ende der vierten Klasse für Kinder wie für Eltern viel zu früh, eine am künftigen Schulabschluss orientierte Schullaufbahnentscheidung zu treffen. Häufig gibt dann die Frage, welche Schule die Freunde besuchen oder wie weit die Schule von zu Hause entfernt ist, den Ausschlag für die Entscheidung. Diesem Problem kann auch mit den von Herrn Tischner vorgeschlagenen Veränderungen bei der Regelschule nicht abgeholfen werden. In der Thüringer Gemeinschaftsschule lernen Kinder dagegen gemeinsam, unabhängig davon, welchen Abschluss sie später erreichen. Daneben bietet sie gerade im ländlichen Raum vielfältige Möglichkeiten zur Entwicklung von Schulstandorten.

 

„Interessant ist, dass Herr Tischner einen Aufbaukurs in Regelschulen für die gymnasiale Oberstufe anregt.“, ergänzt Thomas Hartung, stellvertretender Landesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Bildung, „In der Thüringer Gemeinschaftsschule wird dies mit den verschiedenen Anspruchsebenen bereits berücksichtigt. Herr Tischner ist da also schon in die richtige Richtung unterwegs. Hier zeigt sich, dass es ihm weniger um die Aufwertung von Regelschulen als Schulform geht, sondern vielmehr um eine Aufwertung des Realschulabschlusses, um danach leichter das Abitur absolvieren zu können.“ An der Thüringer Gemeinschaftsschule existiert diese Problematik nicht. An ihr können alle Schulabschlüsse abgelegt werden.

 
 

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